
Der Standard Cirrus 75, kurz Cirrus 75, ist die leicht verbesserte Variante des Standard Cirrus. Der Standard Cirrus ist ein überaus erfolgreiches Segelflugzeug in Kunststoffbauweise, das mit starrem Flügel (also ohne Wölbklappen) mit 15m Spannweite für die Standardklasse konstruiert wurde.
Über 700 Exemplare des Standard Cirrus wurden hergestellt. Wasserballast kann der Cirrus nicht aufnehmen. Er besitzt ein einziehbares Fahrwerk und ein Pendelhöhenruder, durch welches er recht empfindlich in der Höhensteuerung reagiert. Die Bremsklappen des Cirrus fahren nur auf der Oberseite aus, was vor allem im Falle von Außenlandungen in hohem Gras von Vorteil ist. In der Version Cirrus 75 wurden die Rumpfnase verändert und die Bremsklappen vergrößert. Letztere haben durch die Vergrößerung nun eine hevorragende Wirkung.
Der Cirrus darf beim ACSN erst nach Erwerb der GPL (Glider Pilot Licence) geflogen werden. Er ist ohne Zweifel ein etwas anspruchsvolleres Flugzeug. Bei der Konstruktion wurde vor allem auf Leistung, und nicht so sehr auf besonders gutmütige Flugeigenschaften Wert gelegt (die ersten Exemplare wurden sogar ohne Flügelschränkung gebaut). So wird ihm z.B. eine gewisse Trudelneigung bei zu langsamem Fliegen nachgesagt.
In Wahrheit ist der Cirrus aber viel besser, als sein Ruf. Jeder Pilot, der den Cirrus schon geflogen hat, wird bestätigen, dass es sich um ein hervorragend abgestimmtes Flugzeug mit beachtlichen Flugleistungen handelt, das auch im Langsamflug absolut beherrschbar ist. Es ist eben wie überall in der Fliegerei: Man muss die Grenzen kennen und respektieren.
| Konstrukteur | Klaus Holighaus |
| Spannweite | 15 m |
| Flügelfläche | 10 m² |
| Länge | 6,35m |
| Flügelstreckung | 22,5 |
| Leermasse mit Mindestausrüstung | ca. 215 kg |
| max. Abflugmasse | 390 kg |
| max. Flächenbelastung | 39 kg/m² |
| Profil | Wortman FX S 02-196 modifiziert |
| Höchstzulässige Geschwindigkeit (Vne) | 220 |
| geringstes Sinken | 0,63 m/s |
| Gleitzahl | ca. 37 bei 93km/h |